Krone “to go“
Krone “to go“

Krone “to go“

Wie gut ist eine CAD/CAM-Krone?

Eigentlich sollten wir davon ausgehen, dass unsere Zähne durch regelmäßige und korrekte Pflege ein Leben lang in Ihrer natürlichen Struktur erhalten bleiben.

Dennoch passiert es manchmal: Bei der Kontrolle durch den Zahnarzt fallen eine Karies oder ein Riss in einem gefüllten Zahn auf.

Aufgrund der Defektgröße steht schnell fest, dass die Zahnstruktur zu stark geschwächt ist, um mit einer “normalen“ Füllung langfristig erhalten werden zu können. Die einzige Alternative lautet, eine Krone muss hergestellt werden.

Der klassische und vielen Menschen bekannte Ablauf wäre nun, sich mit dem Zahnarzt auf ein Material zu einigen und die bürokratischen Aspekte zu erledigen, um im Anschluss den Zahn zunächst mit einer sogenannten “Aufbaufüllung“ zu versorgen.

Danach ist der Zahn zu präparieren, d. h., für die entsprechende Krone in Form zu schleifen. Auf dieser Basis erfolgen eine oder mehrere Abformungen mit plastischen Materialien vom betroffenen Kiefer und dem Gegenkiefer.

Schließlich müsste ein Provisorium angefertigt werden und der Patient ginge erstmal wieder nach Hause. Die Unterlagen schickt der Zahnarzt dann erst in ein Meisterlabor, das die Fertigung der Krone übernimmt.

Je nach funktionellem und ästhetischem Anspruch sind ein oder zwei Anprobe-Termine vonnöten, ggf. jeweils unter einer Betäubung gesetzt, damit das Provisorium schmerzfrei abgenommen und schließlich wieder einzementiert werden kann.

Dieser hinlänglich bekannte Aufwand ist in allen Abschnitten der Behandlung unverhältnismäßig lästig und unbequem. Zudem summieren sich die entstehenden Fertigungs- und Logistikkosten zu einem hohen Betrag.

Heute ist es jedoch möglich, mittels CAD/CAM-Verfahren hochwertige Kronen mit einem Zeitbedarf von ca. 2 - 2,5 Stunden Gesamtaufwand herzustellen und einzugliedern – in einer einzigen Sitzung!

Was ist das CAD/CAM-Verfahren?

CAD/CAM heißt “Computer Aided Design/Computer Aided Manufacturing” und bedeutet, dass sowohl in der Designphase als auch in der Herstellung anstelle der Laborarbeit eines Zahntechnikers computergestützte Verfahren genutzt werden. Das verkürzt die Wege immens und senkt den Preis, ohne dass die Qualität leiden muss.

Weil das Herausfräsen der Krone aus einem industriell gefertigten Keramikblock unmittelbar vor Ort passiert, also quasi “neben dem Behandlungsstuhl“, nennt man den Vorgang präzise auch „Chairside-Fertigung“.

Dieses Chairside-Verfahren und die extrem kurze Zeitspanne definieren wir als “Krone to go“.

Wann ist eine Chairside-gefertigte CAD/CAM-Krone sinnvoll?

Bei besonders komplexen ästhetischen oder funktionellen Ansprüchen wird die Expertise eines Zahntechnikermeisters in der Regel zwingend erforderlich. Bei allen anderen Fällen, ist die Hochleistungs-Keramik aus der Fräsmaschine eine sehr gute und hochwertige Lösung.

Mit vollkeramischen Kronen kann man meist ästhetischer und schonender für die Zahnsubstanz arbeiten als mit Metallkronen. Diese weisen nämlich schlechte lichtoptische Eigenschaften vor und können nicht geklebt werden. Damit die Metallkrone somit langfristig halten kann, benötigt man häufig mehr der sogenannten “Friktionsflächen“ – und das kostet unter Umständen unnötig viel der gesunden Zahnhartsubstanz.

Hat die “Krone to go“ auch Nachteile?

Wie in vielen anderen Lebensbereichen, so ist auch hier festzustellen: „Es gibt nicht DIE beste Krone. Nur der natürliche, gesunde Zahn ist PERFEKT.“

Man muss demzufolge die Wertigkeit der Materialwahl immer von mehreren Seiten betrachten.

Goldbasierte Kronen sind in unseren Augen die EINZIGE Lösung, die theoretisch ein Leben lang halten können. In einem gut durchdachten Konzept mit ambitionierten Patienten können solche Kronen nicht selten älter als 40 Jahre werden – das wird mit Vollkeramiken aller Voraussicht nach in diesem Umfang nicht funktionieren.

Die Sprödigkeit und der anfällige Kleberand sind bekannte Schwachpunkte beim Einsatz von Vollkeramiken. Ist man sich dieser Schwächen jedoch bewusst und versucht, diese gemeinsam zu kontrollieren, können überdurchschnittlich hochwertige, industriell gefertigte Hochleistungskeramiken auch länger als 15 Jahre halten. Aktuell gibt es keine Langzeitstudien dazu, wie dieses Verfahren mit dem Einsatz von Goldkronen konkurrieren könnte, weil sich die Zusammensetzungen der modernen Keramiken und die Verfahren ständig (zum Positiven) ändern. Das bedeutet aber im Umkehrschluss auch: Unter Umständen ist die Haltbarkeit viel langfristiger, als wir das im Moment annehmen.

Wir bei dent-à-la-carte versuchen daher, alle Schwachstellen der Konstruktionskette so zu kontrollieren, dass unsere CAD/CAM-Kronen theoretisch AUCH ein Leben lang halten können. Als Grundvoraussetzung nehmen wir dabei eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung und funktionelle Entlastungsschienen für die Nacht an.

Im Vergleich zu laborgefertigten Kronen ist das computerbasierte Produkt aufgrund der homogenen, immer gleichen Struktur und dank industrieller Fertigung mit einer extrem hohen gleichbleibenden Präzision dem Laborverfahren mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen.

Im Bereich der Ästhetik kann allerdings das zahntechnische Meisterlabor punkten, weil wir in sehr komplexen ästhetischen Systemen, dem sichtbaren Zahnbereich, die Kreativität eines “Meisters“ benötigen.

Ist der Anspruch aber in einem weniger sichtbaren Bereich, z. B. hinter den oberen Schneidezähnen, nicht mehr ganz so hoch, möchte man also “nur“ erreichen, dass der Zahn natürlich aussieht und niemand von außen die künstliche Versorgung erkennen kann, ist es durchaus ratsam, auf die hohen Mehrkosten für die Handarbeit und den deutlich erhöhten Aufwand mit mehreren Sitzungen und Provisorien zu verzichten. Einen medizinischen Mehrwert hat die laborgefertigte Arbeit nämlich trotz der höheren Kosten nicht!

Vorteile der „Krone to go“

  • natürlich schön
  • Herstellung in einer Sitzung mit meist nur einer Betäubung
  • ohne plastische Abformmaterialien (Abdrücke)
  • keine Provisorien
  • langfristig sichere Lösung
  • sehr zahnschonend
  • verhältnismäßig kostengünstige (verglichen mit Gold- oder Verblendkronen vom Meisterlabor)
  • für Front- und Seitenzähne geeignet

Wie läuft eine Behandlung mit einer „Krone to go“ ab?

Wenn gewünscht, wird der Zahn zunächst sanft betäubt.

Nach dem Entfernen der Karies wird eine sogenannte Aufbaufüllung eingebracht. Dabei handelt es sich um eine sehr hochwertige Komposit-Masse, die den Zahn mit einer besonderen Klebetechnik von innen stabilisiert (Adhäsiv-Verfahren).

Dann erfolgt das Präparieren des Zahnes (für die entsprechende Krone in Form geschliffen) und es kommt zur Abformung mit einem kontaktlosen und schmerzfreien Laserscanner – sowohl von dem Kieferteil mit dem präparierten Zahn als auch dem entsprechenden Gegenkiefer. Diese Abformung dauert in der Regel fünf Minuten.

Weitere fünf Minuten nimmt die 3D-Konstruktion der Krone am Bildschirm in Anspruch.

Im letzten Schritt der Fertigung werden die Daten an eine 5-Achs-Fräsmaschine übermittelt, die den eingespannten Keramikblock binnen 10 – 25 Minuten zu einer Krone umarbeitet.

Alle Arbeitsschritte passieren in Ihrer Anwesenheit, so dass Sie den Prozess live begleiten können.

Je nach Keramikwahl findet im direkten Anschluss die Eingliederung der fertig polierten Krone statt. Gegebenenfalls erfolgen vorher eine vom Zahnarzt durchgeführte Individualisierung und ein Kristallisationsbrand (30 - 40 Minuten) im Praxislabor.

Wie lange halten die vollkeramischen Kronen?

Es gibt wenige Studien, die wirklich definitiv belegen, wie lange Keramiken, so zum Beispiel unser Favorit, “e.max CAD“ der Firma Ivoclar/Vivadent, tatsächlich im Mund verbleiben können. Das liegt vor allem daran, dass die Materialien sich immer weiterentwickeln und damit langfristige Vergleiche aktueller Keramiken naturgemäß nicht möglich sind. Gold hat sich im Gegensatz dazu nun schon in nahezu unveränderter Form viele Jahrzehnte beweisen können, und wir wissen um die langfristige Sicherheit.

Eine Zusammenfassung von Studien zur Haltbarkeit von “e.max CAD“ belegt, laut Ivoclar/Vivadent, eine 96,1 %-ige “Überlebensrate“ in einem Beobachtungszeitraum von bis zu zehn Jahren.

So bleiben am Ende das unwissenschaftliche Bauchgefühl des Behandlers und die Expertise des Teams.

WIR gehen davon aus, dass auch nach 15 Jahren noch eine Überlebensrate von über 90 % vorliegen wird, wenn alle klinischen und werkstoffkundlichen Parameter beachtet und präzise umgesetzt werden.

Welcher Behandler bietet dieses Verfahren an?

“Wir trauen unserer Spitzenkeramik eine Haltbarkeit von über 90% nach 15 Jahren zu!“

Jeder Zahnarzt bietet verschiedene, meist laborgefertigte Kronen aus verschiedensten Metallen und Keramiken an. Einfache Nicht-Edelmetallkronen (meist die günstigste Variante) und aufwendigere sowie kostspieligere Goldkronen, Verblend- und Vollkeramikkronen.

Die volldigitale 3D-Kronen-Therapie kann und darf grundsätzlich jeder Zahnarzt durchführen, wenn er die entsprechenden Geräte, wie Scanner, Schleifmaschinen und Brennöfen besitzt.

Ein auf dem Markt gleichnamig angebotenes Behandlungsverfahren (wie zum Beispiel Cerec®) verspricht jedoch NICHT, dass es automatisch auch Gleichheit in der Qualität gibt.

Es gehören viel Erfahrung und Liebe zum Detail dazu, dem System Daten zu liefern, die biologisch, funktionell und ästhetisch im bestmöglichen Ergebnis resultieren.

Es ist also wie immer: „Qualität braucht Qualifikation“, oder wie ein schönes Zitat trefflich sagt: „Es ist das WIE, das das WAS veredelt.

  • Die Praxis dent-à-la-carte arbeitet seit 2012 mit CAD/CAM-gefrästen Kronen und Brücken.
  • Dent-à-la-carte ist die erste Praxis der Region, die seit 2018 voll digital arbeitet, also keine klassischen Abformungen mit Abformpasten macht.
  • Dr. Sven Hertzog hat als erster Zahnarzt in Aachen die Zertifizierung zum “Experten für die CAD/CAMgestützte Herstellung von Zahnersatz“ erlangt.

 

Foto Copyright: by iStock/SeventyFour

Veröffentlicht in: Allgemein am
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