Damit Sie sich sicher fühlen, erklären wir Ihnen hier Schritt für Schritt, wie Ihr Weg zur Schmerzfreiheit bei uns aussieht.
Schritt 1: Das ausführliche Gespräch (Anamnese)
Wir nehmen uns Zeit. Sie erzählen uns von Ihren Beschwerden. Wann treten Kopfschmerzen auf? Haben Sie Stress? Gab es Unfälle? Wir schauen uns Ihre Zähne an: Gibt es Schlifffacetten (abgeflachte Kauflächen)?
Schritt 2: Der manuelle Check
Wir tasten Ihren Kopf und Nacken ab. Wir drücken auf bestimmte „Triggerpunkte“ in der Kaumuskulatur. Wenn Sie dabei sagen „Ja, genau da zieht es“, haben wir schon einen wichtigen Hinweis. Wir prüfen, wie Ihre Zähne aufeinandertreffen, wenn Sie locker lassen.
Schritt 3: Die Vermessung
Wenn sich der Verdacht auf CMD erhärtet, führen wir die instrumentelle Analyse durch. Wir nehmen Abdrücke (oft digital und würgereizfrei) und nutzen den Gesichtsbogen. Diese Daten gehen an unser Meisterlabor.
Schritt 4: Die Schienenherstellung
Unser Zahntechniker fertigt Ihre individuelle Aufbissschiene (z.B. eine Michigan-Schiene) an. Sie wird so justiert, dass Ihr Kiefergelenk entlastet wird.
Schritt 5: Die Eingliederung und Justierung
Sie erhalten Ihre Schiene. Wir prüfen im Mund, ob sie gleichmäßig aufliegt. Nichts darf wackeln oder spannen. Sie bekommen Instruktionen, wie und wann Sie die Schiene tragen sollen (meist nachts).
Schritt 6: Kontrolltermine (Recall)
Das ist der wichtigste Teil! Sie kommen in regelmäßigen Abständen (z.B. nach 1 Woche, dann nach 3 Wochen) zu uns. Wir prüfen, wie sich Ihre Muskulatur verändert hat. Da sich der Kiefer entspannt, „passt“ die Schiene oft nach kurzer Zeit nicht mehr perfekt und muss von uns nachgeschliffen werden.
Schritt 7: Dauerhafte Lösung
Wenn Sie über Monate beschwerdefrei sind, überlegen wir gemeinsam, wie es weitergeht. Muss der Biss dauerhaft korrigiert werden (z.B. durch neue Kronen oder Kieferorthopädie)? Oder reicht es, die Schiene weiterhin nachts zu tragen?